Nachhaltige Bildung für Somalia

Seit fast 20 Jahren engagiert sich ADRA im Bildungssektor in Somalia. ADRA verfolgt dabei einen ganzheitlichen Ansatz, der sowohl die Infrastruktur als auch gesellschaftliche und politische Rahmenbedingungen miteinbezieht. Jetzt hat ADRA in Somalia ein weiteres zweijähriges Bildungsprojekt in den Regionen Mogadishu und Galmudug angestoßen.

Schlechte Voraussetzungen für Schulkinder

Der Bürgerkrieg, beginnend im Jahr 1991, hatte unter anderem die komplette Zerstörung des Bildungssektors zur Folge. Dieser Verlust führte zu einer gravierenden Destabilisierung der Gesellschaft.

Aus diesem Grund hat Somalia eine der niedrigsten Schulraten. Nur 42 Prozent der Kinder zwischen sechs und dreizehn Jahren besuchen eine Grundschule. Viele dieser Kinder verlassen die Schule jedoch schon vor Abschluss der vierten Klasse wieder. Nicht nur Kindern und Jugendlichen mangelt es an ausreichender Bildung. Über sechzig Prozent der Erwachsenen sind Analphabeten – ein Großteil davon sind Frauen.

Bildung für 16.000 Kinder

In Zusammenarbeit mit lokalen und internationalen Institutionen sowie staatlichen Organen hat ADRA einen Prozess eingeleitet, in dem die schulische Infrastruktur unter Einbeziehung von Gesellschaft und Politik wieder aufgebaut wird.

Das aktuelle Bildungsprojekt in den Regionen Mogadishu und Galmudug ist erneut auf zwei Jahre angelegt. Insgesamt erhalten durch dieses Projekt 16.000 Kinder zwischen fünf und fünfzehn Jahren sowie 450 Jugendliche zwischen vierzehn und achtzehn Jahren die Chance auf eine Schulausbildung. Zusätzlich werden 230 Lehrer ausgebildet und die Kapazitäten des Bildungsministeriums ausgebaut. Speziell Frauen und Mädchen soll Bildung durch dieses Programm zugänglicher gemacht werden.

Ziel des Projekts ist es, ein nachhaltiges und qualitatives Bildungssystem aufzubauen, das Kindern und Erwachsenen in Somalia eine Schulbildung und damit bessere Zukunftsaussichten ermöglicht.

Das Projekt wird unterstützt von:

"Diese Veröffentlichung wurde mit Unterstützung der Europäischen Union hergestellt. Für den Inhalt dieser Veröffentlichung ist allein ADRA Deutschland verantwortlich; der Inhalt kann in keiner Weise als Standpunkt der Europäischen Union angesehen werden."