Hilfsprojekte Katastrophenhilfe und Entwicklungszusammenarbeit

Seit 1987 hat ADRA Deutschland e.V. in über 40 Ländern mehr als 3.000 Projekte der Entwicklungszusammenarbeit erfolgreich durchgeführt. ADRA liegt das Schicksal anderer Menschen am Herzen. Daher setzt sich ADRA für eine gezielte Entwicklungshilfe bzw. Entwicklungszusammenarbeit in den sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländern ein. Ziel ist eine ausgewogene Weltgemeinschaft.

An dieser Stelle finden Sie eine Auswahl an Beschreibungen sowohl zu aktuellen als auch zu abgeschlossenen Hilfsprojekten. Eine Quartalsübersicht über die aktuell laufenden Projekte finden Sie unter Publikationen.

13 Projekte in 46 Ländern

  • Liberia

    Hilfe für Flüchtlinge von der Elfenbeinküste

    Die Republik Liberia liegt in Westafrika und ist nach Äthiopien der zweitälteste, unabhängige Staat Afrikas. In der Region Grand Gedeh gibt es derzeit sechs Flüchtlingscamps, die Flüchtlinge von der Elfenbeinküste aufnehmen. Um die Flüchtlinge in Zeiten der Dürre zu unterstützen und ihre Gesundheit und Psyche zu stärken, hat ADRA ein Projekt ins Leben gerufen, das besonders bedürftigen Familien eine ausreichende Nahrungsmittelversorgung sichern und ihnen dabei helfen soll, sich bald selbst versorgen zu können und so aus dem Abhängigkeitsverhältnis ausbrechen zu können.

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  • Japan

    Japan sechs Monate nach dem Beben: Hilfe geht weiter

    Japan am 11. März 2011: Um ca. 14.45 Uhr Ortszeit ereignet sich in Sendai - knapp 400 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Tokio - ein Erdbeben der Stärke 9. Kurz darauf folgt eine gewaltige Flutwelle, ein Tsunami. Das Wasser türmt sich bis zu 40 Meter hoch und spült alles weg, was sich ihm in den Weg stellt: Häuser, Autos, Menschen. Immer wieder folgen Nachbeben, die die Lage in der Region verschlimmern und die Hilfsarbeiten erschweren.

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  • Haiti

    Kampf gegen Cholera in Haiti – ADRA hilft mit sauberem Trinkwasser

    Es ist schon anderthalb Jahre her, dass Haiti von einem schweren Erdbeben erschüttert wurde. 230000 Menschen starben, über drei Millionen sind noch immer von den Auswirkungen betroffen. Die Armut im Land verstärkt die Folgen des Erdbebens. Heute steht Haiti vor einer neuen Herausforderung - dem Kampf gegen die Cholera. ADRA hilft den Menschen in Haiti.

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  • Thailand

    Fortschritt durch Bildung: ADRA hilft Flüchtlingen aus Myanmar

    In den letzten Jahrzehnten kam es zu einem großen Flüchtlingsstrom von Myanmar nach Thailand. Ziel der Flüchtlinge: dem Konflikt und den Menschenrechtsverletzungen im eigenen Land entkommen. Doch hat sich ihre Lage in Thailand nicht umfassend geändert, zumal sie von der thailändischen Regierung bislang nicht als Flüchtlinge anerkannt sind. ADRA hilft den Flüchtlichen aus Myanmar und führt verschiedene Ausbildungsprogramme ein, um ihre Zukunftperspektive zu verbessern.

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  • Nepal

    ADRA fördert Katastrophenvorsorge in Nepal

    Der 65-Jährige Fischer Champalah aus Indien verlor bei der letzten Flut seine Enkelin Neta. Das 18 Monate alte Mädchen konnte nur noch tot geborgen werden. Jetzt hat Champalah große Angst vor der nächsten Überschwemmung. Ein Katastrophenvorsorge-Programm hätte seiner Enkelin das Leben retten können.

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Die Arbeitsgebiete der Hilfsorganisation ADRA

Ohne Wasser ist kein Leben auf der Erde möglich. Dennoch hat ein Großteil der Weltbevölkerung keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Schon ein Tropfen verunreinigten Trinkwassers reicht aus, um schwere Krankheiten auszulösen. Kinder sind am meisten gefährdet. 90 Prozent der Todesfälle von Kindern unter 5 Jahren sind auf Durchfallerkrankungen zurückzuführen.

ADRA unterstützt Menschen, die unter chronischem oder akutem Wassermangel leiden, baut Brunnen und stellt in Krisengebieten Wasseraufbereitungsanlagen zur Verfügung. Wo es Wasserquellen gibt, werden diese sauber eingefasst und Rohrleitungen in die Dörfer verlegt. Der Bau und die Nutzung von Toiletten werden gefördert. Ein wichtiger Bestandteil dieser Arbeit stellen außerdem Hygieneschulungen sowie Aufklärung über durch Wasser verursachte Krankheiten dar.

Gesundheit ist ein weiteres Grundbedürfnis und die Voraussetzung für jede Form von Entwicklungszusammenarbeit mit den Menschen vor Ort. Hilfsprojekte der Gesundheitsvorsorge und der Gesunderhaltung sind grundlegend für jede weitere Entwicklung. Sie werden durch Aktivitäten der Schulung und Aufklärung begleitet. Dazu gehört auch die Förderung von Gesundheitsstationen und Krankenhäusern.

Fast 1 Milliarde Kinder, Frauen und Männer auf der Welt leiden heute unter Hunger. Die Sicherung der Versorgung mit Nahrungsmitteln ist Grundbedürfnis und Basis nachhaltiger Projektarbeit in der Entwicklungszusammenarbeit. Ziel ist dabei, die Menschen in den Stand zu versetzen, sich ausreichend und gesund zu versorgen.

ADRA führt weltweit Projekte zur Nahrungssicherheit von Kleinbauern durch. Dabei zeigt ADRA neue Wege auf, Nahrungsmittel zu produzieren. Dazu gehören nachhaltige Landwirtschaftspraktiken, der Einsatz neuer Technologien wie Bewässerungssysteme oder Gewächshäuser. Der Zugang zu neuen Märkten hilft den Kleinbauern dabei, ihren Handel auszuweiten und ihr Einkommen zu steigern. Außerdem lernen sie, ihre fragile Umwelt durch nachhaltige Bewirtschaftung und Wiederaufforstung zu schützen.

Alphabetisierung und schulische Bildung für Kinder und Erwachsene schaffen die Grundlagen für nachhaltige Entwicklung. Sie sind für die Zukunft jedes Menschen sowie der Gesellschaft richtungsweisend. Im Artikel 26 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ist das Recht auf Bildung für jeden Menschen festgeschrieben. Deswegen setzt sich ADRA weltweit dafür ein, dass Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zur Schule gehen und eine Ausbildung machen können. Die berufsbildende Ausbildung passt sich den Bedürfnissen und Problemen vor Ort an und richtet sich nach den zu entwickelnden Fähigkeiten und Fertigkeiten. In den kommunal orientierten Aufgabenbereich von ADRA gehört daher der Aufbau sozialer Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten, Waisenhäusern und Werkstätten in unterversorgten Gebieten.

Weltweit stecken Menschen im Teufelskreis der Armut gefangen. Sie arbeiten hart, benötigen aber Unterstützung, um diese Armut zu überwinden. Projekte von ADRA im Bereich "Einkommen" helfen Tausenden, ihre Produktivität und ihr Einkommen zu verbessern. So steigert ADRA zum Beispiel die Einkünfte von Kleinbauern aus der Landwirtschaft durch systematische Optimierung der Wertschöpfungskette sowie die Verbesserung des Marktzugangs. Zudem bietet ADRA Starthilfen bei der Gründung von erfolgversprechenden Kleingewerbeunternehmen und Handwerksbetrieben durch die Gewährung von Krediten.

Weltweit steigende soziale Ungerechtigkeit ist das Ergebnis im Über?uss lebender Gesellschaften. Jeder Einzelne muss lernen, mit Ressourcen verantwortungsvoll umzugehen. In der internationalen Entwicklungszusammenarbeit setzt ADRA innovative Energiekonzepte um. Zum Schutz des Klimas ist hierbei besonders die Förderung und Verbreitung erneuerbarer Energien von Bedeutung.

Erdbeben, Taifune, Epidemien, Krieg – Katastrophen haben viele Gesichter. In allen Fällen aber benötigen die in Not geratenen Menschen schnelle Hilfe. ADRA leistet im Krisenfall schnell, direkt und unbürokratisch Katastrophenhilfe. Dank des weltweiten ADRA-Netzwerks mit 140 Länderbüros ist ADRA nach Katastrophen in kürzester Zeit vor Ort.

ADRA unterstützt die humanitäre Hilfe durch die Verteilung von Wasser, Nahrung, Hygieneartikeln und Kleidung. Außerdem stellt ADRA Notunterkünfte und bietet den Menschen medizinische Versorgung und psychosoziale Betreuung.

 Bewährte Fachkenntnisse in der Katastrophenhilfe gestatten ADRA, umfassende Präventivmaßnahmen zu ergreifen und die Risiken für den Katastrophenfall zu minimieren. Zum Beispiel werden in Regionen, die wiederholt von Überschwemmungen betroffen sind, Schutzräume erbaut, Trainings für den Notfall angeboten und Frühwarnsysteme installiert.

Nicht immer gelingt es, sich in die Lage von Menschen aus anderen Kulturen zu versetzen. Der Blick dafür, welche Anstrengungen erforderlich sind, um Alltägliches zu meistern, geht oft verloren. ADRA entsendet im Rahmen des entwicklungspolitischen Freiwilligendienstes „weltwärts" junge Menschen aus Deutschland in Einsatzgebiete rund um den Globus. Sie helfen bei der Durchführung von Projekten. So wird zwischen den Kulturen vermittelt.

Seit seinem Bestehen hat ADRA Deutschland Menschen in Einsatzgebiete entsendet. Waren dies anfänglich vor allem Fachkräfte, die bei der direkten Projektdurchführung in der Entwicklungshilfe mitarbeiteten, kamen später ehrenamtliche und freiwillige Helfer hinzu, die im Rahmen des Adventistischen Hilfsdienstes (FAH) eingesetzt wurden. Seit einigen Jahren bietet ADRA auch ein sogenanntes Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) an. Beide Angebote werden bevorzugt von jungen Menschen angenommen.