enditnow - Sag Nein zur Gewalt gegen Frauen!

Eine alltägliche Situation?!

Der achtjährige Lisa hält ihren kleinen Bruder Alex fest umklammert. Sie haben sich in die Ecke von Alex Kinderbett gekauert. Durch die dünne Wand zur Küche hören sie ihren Vater schreien. Mal wieder.

Plötzlich klirren Gläser, Teller gehen zu Bruch, die Mutter weint. Der fünfjährige Alex springt plötzlich auf und rennt zur Zimmertür: "Mama, Mama" ruft er immer wieder. Lisa kann ihn gerade noch festhalten, bevor Alex die Tür öffnen kann. Sie kennt die Situation – schon oft hat sie gesehen, wie ihre Mutter zitternd in der Ecke des Wohnzimmers saß und ihr Vater sie anbrüllte. Alex weint und Lisa nimmt ihn liebevoll in den Arm. "Es wird alles wieder gut Alex", sagt sie.

"Lass uns verstecken spielen. Schließ die Augen und halt dir die Ohren zu, dann zählst du bis 100 und ich versteck mich hier im Zimmer. Danach suchst du mich". Lisa weiß, dass in ein paar Minuten die Schreierei vorbei sein wird und Alex nicht mehr weinen muss.

Doch richtig vorbei ist es nie. Am nächsten Tag sieht die Mama ziemlich traurig aus und hat einen großen blauen Fleck am Arm. Alex fragt "Was hast du da, Mama?" Die Mutter antwortet: "Ich hab mich gestoßen". Doch Lisa weiß genau, dass das nicht stimmt. Seit Monaten geht das nun schon so und Lisa kann kaum noch schlafen.

Was klingt wie aus einem schlechten Film, ist weltweit Alltag vieler Frauen und Kinder. Jede vierte Frau wird in ihrem Leben Opfer häuslicher Gewalt. Aus Scham, Angst vor Gerede oder weiteren Übergriffen, trauen sich viele jedoch nicht, aus der Situation auszubrechen.  

Auch wenn Situationen wie diese ausweglos erscheinen, gibt es Hoffnung auf Hilfe. Seit vielen Jahren liegt ADRA die Gesundheit und der Schutz von Frauen besonders am Herzen.

ADRA-Frauenhaus in Serbien

In Serbien gründete ADRA daher vor einigen Jahren ein Frauenhaus. In Kenia baute ADRA das Rescue Center mit auf, das jungen Mädchen Zuflucht bietet, die Opfer brutaler Genitalverstümmelung wurden oder als junge Mädchen verheiratet werden sollen. Sie alle haben nun einen Platz, der ihnen Sicherheit gibt, an dem sie sich wieder ein normales Leben aufbauen können, ohne Angst.

Prominente Unterstützung im Kampf gegen Gewalt an Frauen

Die mehrfache Weltmeisterin im Kickboxen, Dr. Christine Theiss, setzt sich seit Jahren für Kinder in Not ein. Auch das Thema "Gewalt gegen Frauen" ist ihr ein Herzensanliegen. In ihrem Sport wird sie täglich mit Gewalt konfrontiert. Der Unterschied zur häuslichen Gewalt: Im Sport gibt es feste Regeln. Beide Boxer wissen, auf was sie sich einlassen. Häusliche Gewalt hingegen ist laut Theiss "einfach erbärmlich".