Haiti 2010 | Die Geschichte von Marie Laure
Haiti 2010: ADRAs Hilfe nach dem Erdbeben | Teil1
Haiti 2010: ADRAs Hilfe nach dem Erdbeben | Teil2
Haiti 2011 | ADRA Regionalkoordinator Paulin Giurgi berichtet über die aktuelle Situation im Land

Ein Jahr ist es nun schon her, dass der Inselstaat Haiti von einem der schwersten Erdbeben heimgesucht wurde, das die Region je erleben musste. Da Polizei, Krankenwägen und Feuerwehren selbst von dem Erdbeben betroffen waren, gab es zunächst keine professionelle Hilfe. Die Hauptstadt Port-au-Prince lag in Schutt und Asche und ein Schleier der Hilflosigkeit legte sich über die Überlebenden.
Mit der Unterstützung von zahlreichen Spendern arbeiteten die Hilfsorganisationen Hand in Hand, um gemeinsam die Not zu lindern. ADRA Deutschland kümmerte sich dabei primär um Trinkwasser und die Hygiene-Situation. Es wurde eine Wasseraufbereitungsanlage in die Region gebracht, um Trinkwasser für die Menschen zu gewinnen und Hygiene-Kits verteilt, um z. B. Bedrohungen in Form von Epidemien einzudämmen.
Dennoch brach im Oktober die Cholera in Haiti aus. ADRA verdoppelte daraufhin die Trinkwasserversorgung. Zusätzlich baut ADRA Deutschland seit Mai zusammen mit der Bevölkerung über 1.000 Übergangsunterkünfte, die vor Regen und Stürmen schützen und den zahlreichen Obdachlose für die nächsten drei Jahre als vorübergehende Bleibe dienen sollen, bis deren Unterkünfte wieder bewohnbar sind. Das 1.000 Haus wird heute - ein Jahr nach dem Erdbeben - an seine neuen Besitzer übergeben.
Um Strukturen wieder aufzubauen und Alltagssituationen wiederherzustellen, benötigen die Menschen in Haiti weiterhin unsere Hilfe. Auch in den nächsten Jahren wird ADRA seine Arbeit vor Ort weiterführen und den Wiederaufbau in Haiti begleiten.

Es ist 16:53 Uhr, als in Port-au-Prince, der Hauptstadt von Haiti, ein Erdbeben der Stärke 7,0 die Erde beben lässt: Häuser brechen zusammen, Menschen schreien. Die Experten rechnen mit tausenden Toten. Bereits wenige Stunden nach dem Beben beginnt das lokale ADRA-Büro in Haiti mit ersten Hilfsmaßnahmen. ADRA-Mitarbeiter verteilen Wasser und Nahrungsmittel.
Vier Tage nach dem Erdbeben trifft die dringend erwartete Medikamentenlieferung von ADRA im Diquini-Krankenhaus in Haiti ein. Rund um die Uhr werden im wenig beschädigten "Hospital Adventiste d’ Haiti" Verletzte versorgt. Bis zum 19. Januar hat ADRA fünf Camps eingerichtet, in denen sich etwa 13 000 Menschen aufhalten. Sie alle haben nichts mehr.
Auf dem Rhein-Main Flughafen wird eine leistungsfähige Wasseraufbereitungsanlage samt Fahrzeuganhänger und drei 4.000-Liter-Tanks von ADRA in eine Frachtmaschine der Lufthansa Cargo verladen - Reiseziel: Haiti. Fast 4.000 Menschen können täglich durch die Aufbereitungsanlage mit sauberem Trinkwasser versorgt werden.
Da die Hygienesituation in Haiti nach dem Erdbeben katastrophal ist, werden dringend Hygiene-Kits benötigt. Fleißige Schülerinnen und Schülern der Hessenwaldschule in Weiterstadt packen daraufhin 6.000 Hygiene-Kits zusammen, bestehend aus Seifen, Handtüchern, Waschlappen, Zahnpasta und Zahnbürsten, einem Kamm und einer Pflegecreme für Kleinkinder.
Auch vier Monate nach dem Erdbeben in Haiti ist die Lage immer noch angespannt. Tausende Menschen sind obdachlos und benötigen vor der ausbrechenden Regenzeit eine feste Unterkunft. ADRA Deutschland finanziert den Bau von über 1.000 Übergangsunterkünften, die gemeinsam mit den Betroffenen errichtet werden. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten sind Ende November 850 dieser Häuser fertiggestellt.
Oktober 2010: Auch über neun Monate nach Ausbruch des schweren Erdbebens in Haiti haben die Menschen noch immer mit den Folgen der Katastrophe zu kämpfen. Zu allem Überfluss bricht auch noch die Cholera aus. Hauptproblem der Epidemie ist jedoch nicht die Schwere der Erkrankung, sondern die Unwissenheit der Bevölkerung. ADRA führt daher in Petit Goâve umfangreiche Aufklärungsarbeit durch und verdoppelt die Kapazität der Trinkwasseranlage.
Spendenkonto 2000 702 09
Commerzbank Darmstadt
BLZ 508 800 50
Weitere Bilder zum Erdbeben in Haiti und den Hilfsmaß-nahmen von ADRA finden Sie in unserer Bildergalerie.
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