Flutkatastrophe in Pakistan 2010: ADRA leistet Soforthilfe

Ein Jahr ist es nun schon her, dass in Pakistan der Indus über seine Ufer trat und eine Fläche so groß wie Italien überschwemmte. Eine Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes. Über 21 Millionen Menschen waren und sind immer noch direkt von den Auswirkungen betroffen. Fast zwei Millionen Häuser und 5,4 Millionen Hektar Land wurden zerstört. Ohnehin von politischen und ethnischen Konflikten gezeichnet, stürzte Pakistan in eine der größten Krisen des Landes.

Auch ein Jahr nach der Flut ist die Situation in Pakistan immer noch katastrophal. Die Häuser der Menschen wurden entweder komplett zerstört oder sind instabil. Daher leben viele Familien in Zelten oder provisorischen Notunterkünften. Auch die Trinkwasserversorgung ist oft nur provisorisch und nicht ausreichend. Zudem breiten sich durch mangelnde Hygiene Infektionskrankheiten aus. Pakistan benötigt weiter unsere Unterstützung auf dem Weg zur Normalität.
Schon im August letzten Jahres begann ADRA mit Hilfsmaßnahmen für Pakistan. Hauptarbeitsgebiet war die Region um Shah Jamal und Muzaffargarh im Bundesland Punjab. Mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes begann ADRA 20.000 Hygienesets zu verteilen. Außerdem versorgte ADRA Verletzte und Kranke mit mobilen medizinischen Einsatzteams und errichtete ein Feldlazarett. So wurden über 80 000 Menschen geholfen. Ein weiteres Ziel von ADRA war die Gewährleistung einer ausreichenden Trinkwasserversorgung. Mit Unterstützung des Bündnisses "Aktion Deutschland Hilft" installierte ADRA eine Trinkwasseraufbereitungsanlage, mit der ca. 7 000 Menschen versorgt werden konnten. Diese provisorischen Maßnahmen werden noch in diesem Jahr durch langfristige Projekte zum Wiederaufbau abgelöst.
Im August starten zwei Hilfsprojekte von ADRA in Pakistan, die eine dauerhafte Versorgung der Bevölkerung ermöglichen sollen. Erstes Ziel ist die Gewährleistung einer dauerhaften Wasserversorgung. Auch hier arbeitet ADRA in Kooperation mit „Aktion Deutschland Hilft“. 30 Trinkwasserbrunnen mit Handpumpen werden während des Projekts gebaut. Diese sollen an zentralen Plätzen allen Menschen in der Region zur Verfügung stehen und die provisorische Versorgung mittels Trinkwasseraufbereitungsanlage ersetzen. Zudem werden während der Laufzeit des Projektes 420 Brunnen repariert. Dies bedeutet für 750 Familien (ca. 5500 Personen) eine erhebliche Erleichterung bei der täglichen Wasserversorgung.
Auch die hygienische Situation der Menschen in den Regionen Shah Jamal und Muzaffargarh sollen verbessert werden. Zu diesem Zweck plant ADRA den Bau von 750 Sanitärstationen mit Duschen und Toiletten. Zusätzlich wird ADRA acht Verteilungen von Hygieneartikeln und acht Schulungen durchführen, um das Bewusstsein für Hygiene in der Bevölkerung zu verstärken.
Durch die Flut wurden fast alle Kliniken der Region beschädigt. ADRA plant die Infrastruktur der Gesundheitsversorgung wiederherzustellen. Dafür sollen 16 Krankenhäuser renoviert und restauriert werden. Durch diese Maßnahme wird 100 000 Menschen in der Region eine geregelte Gesundheitsversorgung zur Verfügung stehen. Zusätzlich plant ADRA sechs Gesundheitstrainings, um Freiwillige zu schulen, die dann ihr Wissen an weite Teile der Bevölkerung weitergeben sollen.
Innerhalb des ersten Jahres nach der Katastrophe in Pakistan hat ADRA für die Menschen in den Regionen Shah Jamal und Muzaffargarh eine Lebensgrundlage und eine Zukunftsperspektive geschaffen. Jetzt gilt es durch langfristige Wiederaufbauprojekte Pakistan auf dem Weg zurück zur Normalität zu unterstützen.
Helfen Sie ADRA durch Ihre Spende, damit Menschen wieder hoffen können.
Es war die schwerste Naturkatastrophe in der Geschichte Pakistans, die das Land im Sommer 2010 buchstäblich überschwemmte. 21 Millionen Menschen waren von der Flut betroffen, rund 1,7 Millionen Häuser und 5,4 Millionen Hektar Land wurden zerstört. Auch ein halbes Jahr später sind die Auswirkungen der Katastrophe noch deutlich zu spüren. ADRA hat zwei große Hilfsprojekte gestartet und wird auch bei weiteren Aufbauarbeiten im Land Unterstützung leisten.
Mit 20.000 Hygiene-Sets unterstützt ADRA 40 000 Menschen im besonders stark betroffenen Gebiet um Shah Jamal im Muzaffaragarh Bezirk in der Punjab Provinz in Pakistan. Hier arbeitet ADRA seit der Flutkatastrophe Anfang August mit mobilen Ärzteteams, die Kranke versorgen, Medikamente verabreichen, Impfungen durchführen und Schwerkranke in funktionstüchtige Kliniken transportieren.
Pakistan im August 2010: Eine Fläche - so groß wie Italien - steht unter Wasser. Für über 17 Millionen Menschen in Pakistan versinken die Lebensgrundlagen in den Fluten. Niemand hat die ungewöhnlichen Niederschlagsmengen vorhergesehen. Eine schleichende Katastrophe, eine Naturgewalt, die alle überfordert: Die Menschen im Land, die Regierung und auch die Hilfsorganisationen.
Weitere Bilder zur Katastrophe in Pakistan und den Hilfs- maßnahmen von ADRA finden Sie in unserer Bildergalerie.
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