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10. Mai 2012

Dieser Artikel wurde am
10. Mai 2012 von Mirjam Greilich veröffentlicht.

Muttertag 2012: Millionen Mütter in der Sahelzone hungern

Heute ist für viele Mütter ein ganz besonderer Tag. Kinder überall auf der Welt danken ihnen für die Zeit und Liebe, die sie im Laufe ihres Lebens von ihren Müttern bekommen haben. Sie honorieren außerdem die Opferbereitschaft der Mütter für ihre Kinder.

Im Bericht "State of the World's Mothers 2012" der Organisation Save the Children wird aufgeführt, in welchen Ländern der Erde es Müttern besonders gut oder besonders schlecht geht. Auf den 10 letzten Plätzen landen neben Afghanistan auch Mali und Tschad. In Afghanistan führt ADRA jeden Winter ein Hilfsprojekt durch, das besonders hilfsbedürftigen Frauen durch die Produktion von Decken eine Arbeit und somit ein Einkommen sichert und zusätzlich den Menschen durch die Decken ermöglicht, den kalten Winter zu überstehen. Doch momentan stehen im Fokus unserer Arbeit vor allem die Ländern in der Sahelzone. Dort breitet sich eine schlimme Hungerkrise aus. Zahlreiche Mütter verlassen mit ihren Kindern ihre bisherigen Wohnorte. Sie sind verzweifelt, haben kaum noch Nahrung oder sauberes Trinkwasser für sich und die Kinder und wissen nicht, was der nächste Tag bringt.

Sauberes Trinkwasser für die Menschen im Tschad

ADRA führt Hilfsprojekte in Mali und im Tschad durch, um den sogenannten IDPs, den Binnenvertriebenen, einer besonders schutzbedürftigen Bevölkerungsgruppe wieder Hoffnung und eine Perspektive für die Zukunft zu schenken. Zu den Binnenvertriebenen zählen vor allem Frauen und Kinder, die innerhalb ihres Landes fliehen mussten. Sie besitzen oft nur das, was sie auf der langen Reise in eine neue, ungewisse Zukunft tragen konnten.

Im Tschad verteilt ADRA 2.500 Hygiene-Kits mit Mitteln des täglichen Bedarfs wie Seife, Kochtöpfen und Tellern, baut alte, offene Brunnen um und reinigt sie, damit die Trinkwassersicherheit wiederhergestellt wird. Außerdem werden insgesamt 1,5 Mio. Liter sauberes Trinkwasser an 50 Schulen in den Regionen Ouaddai und Dar Sila verteilt.

Nahrungsmittel-Anbau in Mali

Auch in Mali ist ADRA aktiv und verteilt Nahrungsmittel an Kinder. Damit die reine Verteilung von Nahrungsmitteln nicht zur Abhängigkeit führt, hält ADRA außerdem sogenannte "Cash for Work" und "Cash for Training" Workshops. Die Bevölkerung lernt dabei wichtige Fähigkeiten, die langfristig zur Bekämpfung der Hungersnot dienen. Das verdiente Geld wiederum stärkt die Binnennachfrage und führt dazu, dass der lokale Markt wieder attraktiver für die Händler wird.

Zur langfristigen Stabilisierung der Lage sollen vor allem Schulungen für verbesserte Anbaumethoden in Mali durchgeführt werden, die an die veränderten Klimabedingungen angepasst sind. Zusätzlich fördert ADRA den Anbau von Nahrungsmitteln in Gemüsegärten. Dazu verteilt ADRA Setzlinge und Werkzeuge.


Spendenkonto:

Konto-Nr. 2000 702 09
BLZ: 508 800 50 | Commerzbank Darmstadt
Verwendungszweck: Sahelzone