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Online-Magazin über das "andere" Afghanistan

Afghanistan beherrscht die Medienlandschaft, sobald es um das Thema Krieg geht - die traurige Wahrheit über ein Land, das so viele positive Seiten und wunderschöne Bilder bereithält. Allerdings nur für den Betrachter, der gewillt ist, genauer hinzusehen. Denn hinter dem Dickicht aus Hoffnungslosigkeit und Terror versteckt sich ein Land, das noch nicht aus seinem Dornröschenschlaf erwachen kann.

Die Bevölkerung Afghanistans leidet unter dem scheinbar ewig andauernden Fluch, der sich Krieg nennt. Das Land ist nach wie vor eines der ärmsten der Welt, in dem Frauen trotz bestehender Gesetze nicht gleichwertig behandelt werden und in dem über die Hälfte der Bevölkerung aus Analphabeten besteht. Seit 2000 ist ADRA in Afghanistan aktiv, um die dramatische Lage mithilfe langfristiger Projekte dauerhaft zu verbessern.

Unsere Unterstützung zeigt sich in Form von Hilfe zur Selbsthilfe. Das bedeutet zum Beispiel, dass wir Hilfsgüter wie Decken nicht einfach importieren, sondern diese vor Ort herstellen lassen. Damit hilft ADRA den Menschen dreifach: Die Rohstoffe zur Herstellung stammen vom lokalen Markt und werden von Witwen verarbeitet, die sich so ein Einkommen erarbeiten. Die fertigen Decken werden schließlich an hilfsbedürftige Familien in Afghanistan verteilt.

Über diese Arbeit von ADRA berichtet das Online-Magazin „Das andere Afghanistan“, das gleichzeitig einen Blick hinter die Fassade des Krieges wirft und die strahlende Seite des Landes in Form eines Bildbandes präsentiert. Die Menschen, Kultur und Schönheit hat die Fotojournalistin Ursula Meissner in „Rosen, Mohn, 30 Jahre Krieg“ eingefangen.

Wir begegnen einem „anderen“ Afghanistan, als dem, welches uns in den täglichen Schlagzeilen präsentiert wird. Die Gastfreundschaft seiner Bewohner und Eindrücke ihres Lebens mit all seinen Herausforderungen – aber auch dessen lebenswerte Seiten werden sichtbar und machen begreifbar, warum die Afghanen trotz aller Missstände mit Stolz auf ihr Land blicken (können).

Die andere Seite

Kein gutes Buch oder irgendetwas Gutes zeigt seine gute Seite zuerst.
Thomas Carlyle

Das sprichwörtliche „Gute“ im Menschen zeigt sich erst auf den zweiten Blick. So ist es auch mit dem anderen Afghanistan. Um die Schönheit und das Positive dieses anderen Afghanistans zu erkennen, bedarf es besonderer Aufmerksamkeit.

Nichts ist schließlich so, wie es zunächst scheint. Das andere Afghanistan offenbart sich ebenfalls erst bei genauerer Betrachtung. Seine Landschaften, Menschen und seine Kultur sind etwas, das von uns in Deutschland nicht direkt wahrgenommen wird. Zu dominierend sind Bilder von Krieg und Zerstörung.

Genau hinsehen

Zeit also, einen Blick auf das andere Afghanistan zu werfen.